Immer mehr Menschen leiden unter Schlafproblemen – mit gravierenden Folgen. Denn Körper und Psyche benötigen ausreichend Schlaf, um sich zu erholen. Das Schlafbedürfnis ist individuell sehr verschieden. Bei Erwachsenen sind zwischen fünf und zehn Stunden pro Nacht normal, bei der Mehrzahl liegt der Bedarf zwischen 7 und 8 Stunden. Dabei läuft der gesunde Schlaf eines Erwachsenen in vier verschiedenen Stadien ab. (Verlinkung zu den Stadien) Im Laufe einer Nacht wiederholt sich dieser Zyklus ca. 3–5-mal, je nachdem, wie lange wir schlafen. Grundsätzlich ist jedes Schlafstadium gleich wichtig. Werden diese Schlafstadien öfters durch Aufwachen unterbrochen oder gelingt es gar nicht erst Einzuschlafen, spricht man von einer Schlafstörung.

Wann liegt eine Schlafstörung vor?

  • wenn Sie an mindestens drei Tagen pro Woche über einen Monat lang schlecht schlafen (sowohl Ein- als auch Durchschlafprobleme),
  • wenn dadurch die berufliche oder soziale Leistungsfähigkeit eingeschränkt wird und
  • wenn Sie sich zunehmend Sorgen über die Folgen des schlechten Schlafes machen.

Arten von Schlafstörungen

Es gibt unterschiedliche Formen von Schlafproblemen, welche sich in wie folgt unterteilen:

  • Insomnien: Störungen beim Ein- und Durchschlafen
  • schlafbezogene Atmungsstörungen (siehe Ursachen von Schlafstörungen)
  • Hypersomnien: Ursachen im zentralen Nervensystem, z. B. Narkolepsie (Schlafattacken tagsüber und/oder kollapsartige Zustände bei Emotionen)
  • zirkadiane Rhythmusstörungen: die „innere Uhr“ und damit der Schlafrhythmus gerät aus dem Takt, z. B. durch Jetlag oder Schichtarbeit
  • Parasomnien: Albträume, Schlafwandeln, nächtliches Aufschreien
  • schlafbezogene Bewegungsstörungen (siehe Ursachen von Schlafstörungen)

Dauer der Schlafstörungen

Man unterscheidet zwischen kurzfristigen Schlafstörungen, die einige Wochen bis max. drei Monate anhalten können, und chronischen Schlafstörungen, die länger als drei Monate andauern.

Folgen der Schlafprobleme

Wer wenig oder schlecht schläft, fühlt sich untertags häufig abgespannt und müde. Die Leistungsfähigkeit sinkt, Konzentrationsprobleme treten auf. Auch die Stimmung wird negativ beeinträchtigt, man wird anfälliger für Stress. Dies stört wiederum die Nachtruhe zusätzlich – ein Teufelskreis entsteht.

Die unterschiedlichen Schlafphasen

Das Schlafbedürfnis ist individuell sehr verschieden. Bei Erwachsenen sind zwischen fünf und zehn Stunden pro Nacht normal, bei der Mehrzahl liegt der Bedarf zwischen 7 und 8 Stunden. Dabei läuft der gesunde Schlaf eines Erwachsenen in vier verschiedenen Stadien ab. Im Laufe einer Nacht wiederholt sich dieser Zyklus ca. 3–5-mal, je nachdem, wie lange wir schlafen. Grundsätzlich ist jedes Schlafstadium gleich wichtig.

  1. Leichtschlafstadium: Hier ist unser Gehirn noch recht aktiv, das erkennt man daran, dass sich unsere Augen bewegen und die Muskeln teilweise gespannt sind. Aus Leichtschlafphasen kann man leichter und angenehmer aufwachen als aus tiefen Schlafphasen.
  2. Stadium des mitteltiefen Schlafes: Während dieser Phase entspannen wir uns, reagieren aber noch auf äußere Reize. Augenbewegungen treten kaum noch auf. Rund die Hälfte unserer gesamten Schlafzeit sind Phasen des mitteltiefen Schlafes.
  3. Tiefschlafstadium: Im Tiefschlaf bekommen wir von unserer Umgebung nichts mehr mit, der ganze Organismus ist entspannt. Während dieser Phase wird u. a. das Wachstumshormon produziert (dient der Regeneration) und die Zellteilung findet statt.
  4. REM-Schlaf-(Rapid-Eye-Movement-)Stadium: Gesicht und Augen bewegen sich häufig, die Atmung wird unregelmäßig. Diese Anzeichen deuten scheinbar darauf hin, dass der Schläfer erwacht – aber das Gegenteil ist der Fall: Der Schlaf in dieser Phase ist sehr tief. Während des REM-Stadiums finden übrigens die meisten Träume statt.

 

 

Weitere Links:

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