Erster Ansprechpartner zur Diagnose der Schlafstörung ist der Hausarzt. Dieser wird eine Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) durchführen, um festzustellen, ob Erkrankungen vorliegen, die Schlafprobleme verursachen können. Zudem wird er nach der Schlafqualität und dem Befinden tagsüber fragen. Auch belastende Lebensumstände etc., die den Schlaf stören können, werden besprochen. Wichtig ist, dass sowohl mögliche organische als auch psychosomatische Ursachen gleichermaßen beleuchtet werden.

Schlaftagebuch führen

Eine gute Unterstützung für die Diagnosestellung ist ein Schlaftagebuch, in das man mindestens 14 Tage lang täglich kurz nach dem Aufstehen einträgt, wie man geschlafen hat und Abends vor dem Zubettgehen notiert, wie man sich tagsüber gefühlt hat.  Weitere wichtige Aspekte für den Arzt zur Diagnose der Schlafstörung sind:

  • Schlafzeiten
  • Bestanden Ein-Durch- oder Ausschlafprobleme
  • Wurde tagsüber geschlafen
  • Was tun Sie, wenn sie nachts aufwachen oder nicht einschlafen können
  • Woran denken Sie dabei
  • Schwitzen Sie viel in der Nacht
  • Haben Sie Alkohol, Nikotin und Koffein zu sich genommen und in welchen Mengen
  • Schnarchen Sie?
  • Einnahme von Medikamenten

Abklärung im Schlaflabor

Eine weitere Möglichkeit zur Diagnose und Ursachenforschung einer Schlafstörung stellt die ambulante Polygraphie (Messung der Atmung und Herztätigkeit) oder eine Polysomnographie (Messung der Atmung/Herztätigkeit, des Schlafs und der nächtlichen Bewegungen) durchgeführt wird.

Bei der Polysomnographie bekommt der Patient ein Gerät mit nach Hause, welches während dem Schlaf die genannten Funktionen misst.

Führt diese nicht zum Erfolg bzw. will der Arzt die Ursachen genauer abklären, kann eine Abklärung im Schlaflabor erfolgen. Hier werden mithilfe einer Polysomnografie verschiedene Körperfunktionen (Hirnströme, Augenbewegungen, Muskelspannung, Schnarchgeräusche, Atemfunktion, Sauerstoffsättigung, Beinbewegungen etc.) während des Schlafes gemessen. Daraus wird ein individuelles Schlafprofil erstellt, das Rückschluss auf Ursachen der Schlafstörungen ermöglicht.

Auf Grundlage all dieser Daten wird der Arzt eine entsprechende Therapie einleiten.